Museum Eiland

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Bild "title": "Auf den Spuren der Stadtgeschichte", "length": "5,5 KM", "duration": "300 Minuten", "teaser": "Ein Rundgang durch die historische Altstadt",

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300 Minuten

23 Stationen

Bevor wir den Rundgang am Marktplatz beginnen, soll zunächst ein kurzer Überblick über die Stadtgeschichte gegeben werden. Schon vor dem Jahre 849 wird die Siedlung „Hretinga\" oder „Hratuga\" erwähnt. Sie lag in der Nähe zweier großer Fernstraßen: dem „Hellweg\" als bedeutender West-Ost-Verbindung sowie einer wichtigen Nord-Südverbindung zwischen dem Niederrhein und Köln.

Eine Hauptverkehrsader war zudem der nahe Rhein mit dem Hafen Kaiserswerth. Aufgrund dieser günstigen Lage entwickelte sich Ratingen im Laufe der Jahre zu einem Pfarr- und Marktdorf mit regem gewerblichen Leben.

Das Jahr 1276 brachte für Ratingen einen bedeutenden Einschnitt: Es war das Jahr der Stadterhebung. Wirtschaftliche und vor allem strategische Überlegungen hatten den damaligen Grafen Adolf von Berg zu diesem Schritt bewogen. Ratingen, an der Nordflanke des Herzogtums Berg gelegen, sollte zur befestigten Stadt ausgebaut werden und so den Rivalen, den Kurfürsten und Erzbischof von Köln, abschrecken. Der hatte erst drei Jahre zuvor das nahe-liegende Kaiserswerth in seinen Besitz gebracht.

Ratingen zählt damit zu den ältesten Städten des Landes, mit Sitz und Stimme im Landtag, und es gehört außerdem zu den wenigen, die noch ihre Stadterhebungsurkunde besitzen. Sie hat sich über 700 Jahre lang gut erhalten und ist jetzt im Stadtarchiv.

Der Rang einer Stadt brachte nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten mit sich, von denen die wichtigste die Befestigung des Ortes war. Bis etwa 1400 war ein Palisaden-system üblich, das aus Holz angefertigt wurde. Doch mit der Weiterentwicklung der Waffen ging man dazu über, steinerne Stadtmauern zu errichten. Zur Finanzierung der Anlagen erhielt die Stadt verschiedene Privilegien, vor allem die Zoll-und Steuerfreiheit. Ein besonderes Privileg war das Grütrecht, das 1341 verliehen wurde.

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